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Die Kultur in Frankreich
Bauwerke, Skulpturen und Gemälde sind Zeugnisse einer langen kulturellen Tradition in Frankreich. Jede Region bietet künstlerische Schwerpunkte, die Sie bei Ihrer Sprachreise in Frankreich unbedingt kennen lernen sollten. Die vorgeschichtlichen Höhlenmalereien in Südfrankreich gehen zurück bis in die Altsteinzeit um12 000 v. Chr., einer Zeit, als im Alpenvorland noch Gletschereis lag. Dolmen, die längs oder im Kreis angeordneten Kultstätten der Kelten aus der Zeit um 1000 v. Chr., findet man z. B. in der Bretagne. Die mediterrane Kultur der Römer mit Tempeln, Mosaiken, Arenen, Marmorskulpturen, Brücken, Aquädukten und ganzen Stadtanlagen sind in der Provence, aber auch in Besançon, Reims oder Paris zu finden. Die ein- und dreischiffigen Säulenbasilikas mit dem gewölbten Dach und dem Turm über der Kreuzung von Lang- und Querschiff sind Beispiele der französischen Romanik und in der Auvergne.
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Neue technische Akzente setzte die französische Gotik. Mit dem Konstruktionselement der Rippen konnten Mauern aufgelöst und die Kirchen noch höher gebaut werden. Als Besonderheit der französischen Gotik (1100-1500) zählt die stärkere Betonung der Waagerechten und das Fehlen, der in der lettischen Gotik üblichen spitzen Türme. Die bekannten Loire-Schlösser und der Louvre in Paris verkörpern die Renaissance des 16. und 17. Jahrhunderts. In den großen Schlossanlagen mit ihrem quadratischen Innenhof kann man sich zurückversetzen in die Zeit der absolutistischen Könige mit der prunkvollen Hofhaltung. Als Gegenreaktion in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts müssen die einfacheren Rokoko-Gebäude gesehen werden. Sie haben weiß getünchte Innenräume und wenige vergoldete Ranken (Häuser z. B. am Place de la Concorde in Paris). Demonstrativ wirkende Prachtbauten des Empire (um 1800), wie der Pariser Triumphbogen. sind zur Zeit Napoleons errichtet worden. Im 19. Jahrhundert, in der Phase der Neurenaissance, wurden alte Bauweisen wieder aufgegriffen. Ein Beispiel dieses Baustils gibt die Pariser Oper.
In der Malerei folgten auf die Romantiker (Landschaftsmaler) die Impressionisten und die Expressionisten mit berühmten französischen Vertretern von Manet, Renoir his Cézanne, Gaugin. Maßgeblichen Einfluss hatte Frankreich seit dem ausgehenden Mittelalter auf die Wohnkultur Europas. Sachliche, funktionale Elemente aus den modernen Baustoffen Betost, Glas, Stahl und Kunststoff kennzeichnen die architektonische Gegenwart. Berühmte Werke des Baumeisters Le Corbusier sind u. a. die Kirche von Ronchamps und ein Wohnhochhaus in Marseille.
Auch die Naturliebhaber kommen bei einer Sprachreise in Frankreich auf ihre Kosten, z. B. wenn sie die eindrucksvolle Vulkanlandschaft in der Auvergne, die Schluchten im Zentralmassiv, die wilde Küste der Bretagne oder die abwechslungsreiche Hügellandschaft in der Normandie besichtigen. Den Badefreunden bekannt sind die Cote d'Azur am Mittelmeer oder die Sandstrände am Atlantik. Für die Anhänger des Skisports finden sich in den französischen Alpen im Winter wie im Sommer schneereiche Pisten.
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