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Frankreich Special
Das Land Frankreich
Nach dem fernen, im Osten gelegenen Russland ist Frankreich der flächenmäßig größte Staat Europas. Die Landfläche hat ein Ausmaß von etwa 1000 mal 1000 km in Nord-Süd-Richtung und in West-Ost-Richtung. Die Franzosen bezeichnen die Umrissform ihres Landes als "Kaffeekanne". 1700 km Küstenlinie trennt das Land zum Atlantik im Westen. Franreich grenzt im Norden und Osten an Belgien, Luxemburg, die Bundesrepublik Deutschland, die Schweiz und Italien. Weite dünn besiedelte Landschaften liegen zwischen wenigen Ballungsgebieten.
Von allen Seiten ermöglicht die Landoberfläche eine gute Verkehrserschließung, durch Beckenlandschaften hindurch, über niedrige Schwellen und entlang der Flüsse. Der Name Frankreich leitet sich vom Volksstamm der Franken ab, die im fünften Jahrhundert ins heutige Frankreich eingewandert sind und die Römer verdrängten.
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Die Lage und Geographie Frankreichs
Frankreichs geographische Lage mit seiner Öffnung zum Atlantik, zum Mittelmeer und zum europäischen Festland hat unterschiedliche Natureinflüsse zur Folge, die sich im Klima, in der Verteilung der Böden und in der Verbreitung der Pflanzenwelt ausdrücken. Die Oberfläche lässt sich in überschaubare, großräumige Einheiten einteilen: Mittelgebirge, Beckenlandschaften und Hochgebirge. Mehr als 60 Prozent des Landes liegen unter 250 m Meereshöhe, sieben Prozent sind höher als 1000 m.
Als geologisch älteste Teile muss man vier Bergmassive ansehen:
- Das Zentralmassiv,
- das Armorikanische Massiv in der Bretagne,
- die Ardennen an der nördlichen Landesgrenze
- die Vogesen im Nordosten.
Diese Mittelgebirgslandschaften haben unterschiedliche Höhenlagen. 1886 m erreichen die Gipfel des Zentralmassivs, 1424 m die Vogesen und nur 391 m das Armorikanische Massiv und der französische Teil der Ardennen. Das Zentralmassiv steigt aus nordwestlicher Richtung sanft hin zum Cantal an, wo das Massiv am stärksten herausgehoben ist. Zur Rhône-Senke bricht das Bergland ab. Auch innerhalb des Massivs sind Bruchstufen gut sichtbar, z. B. an der Vulkanlinie in der Auvergne, westlich von Clermont-Ferrand. Vor 8000 Jahren sollen die Vulkane noch aktiv gewesen sein. Der höchste Teil des Zentralmassivs, der Cantal, war, wie auch die anderen hohen Berglandbereiche, in der letzten Eiszeit vergletschert. Ähnliche Formen wie das Zentralmassiv zeigen die Vogesen und Ardennen. Nur fehlen dort die Vulkane. Die Buchten und Trichtermündungen des Armorikanischen Massivs, die touristisch interessante Landschaftsformen bilden, sind durch den nach der Eiszeit ansteigenden Meeresspiegel geschaffen worden, als das Meer in Täler und Niederungen eingedrungen ist. Das Hochgebirge der Westalpen hat ein typisches Querprofil. Bei einer Fahrt von der Rhône zum Montblanc in den Zentralalpen quert man zunächst einen allmählich ansteigenden Kalkgebirgszug; darauf folgt die Längstalzone mit der Großstadt Grenoble; einige weitere Bergzüge aus Kalk- und Sandstein leiten über zum zentralen Hochgebirge aus Granit und Gneis. Das geologisch junge Hochgebirge wurde in seinem zentralen Bereich am stärksten gehoben. Einst überlagernde Kalk und Sandsteine, die heute noch z. B. in den Französischen Kalkalpen vorhanden sind, wurden längst abgetragen. Ein weiteres Hochgebirge, die Pyrenäen, mit Höhen bis zu 3400 m, bildet die Grenze zu Spanien.
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Die Bevölkerung in Frankreich
Als "echte Bevölkerungskrisen" werden die seit dem 19. Jahrhundert anhaltende Bevölkerungsstagnation angesehen, sowie die extrem ungleiche Bevölkerungsverteilung. Neuerdings machen verschiedene Volksgruppen durch Autonomiebestrebungen auf sich aufmerksam.
Unter den 54.6 Millionen Bewohnern Frankreichs gibt es einige sprachlich oder kulturell herausgehobene Volksgruppen. Die rund 1.2 Millionen Bretonen sind Nachkommen der keltischen Urbevölkerung. In dem abgeschiedenen Gebiet konnten sie ihre Sprache und ihr Volksgut über Jahrhunderte bewahren. Auch in der Gegenwart werden separatistische Strömungen durch spektakuläre Aktionen in die Öffentlichkeit getragen.
Im Vorland der Pyrenäen leben auf französischer Seite rund 100 000 Basken; auf der spanischen Seite sind es 50 000. Sie unterstreichen ihre Forderung nach gemeinsamer nationaler Unabhängigkeit durch lebensgefährliche Anschläge auf unterschiedliche Institutionen. Ein Grenzbereich zu Spanien wohnen noch 300 000 Katalanen, die an ihrer Sprache festhalten. Das Land ist auch sehr beliebt als Destination für Französisch Sprachreisen.
Ebenfalls ein Problem für den französischen Staat sind die separatistischen Ziele der auf Korsika lebenden Bevölkerung. Nachdem die Insel 1768 an Frankreich angegliedert wurde, verwiesen die Korsen immer auf ihre Eigenständigkeit. Als Erfolg sehen sie ihre Loslösung aus der Planungsregion Provence und ebenso die Tatsache, dass sie im Rahmen der von Paris angestrebten Dezentralisierung das erste eigene Parlament wählen durften. In ähnlicher Weise versucht die italienische Bevölkerung im französischen Savoyen eine größere Autonomie zu erhalten. Die rund 1.2 Millionen Elsässer mit alemannisch-deutschem Dialekt und die Lothringer mit ihrem mosel-fränkischen Dialekt fallen schon von der Zahl deutlich auf. An der nördlichen Staatsgrenze sprechen noch etwa 200 000 Menschen flämisch. -> Tipp: Obertauern schneesicher
Frankreich gilt als katholisches Land, da über 94 Prozent der Bevölkerung der katholischen Kirche angehören. Die rund 800 000 Protestanten treten im öffentlichen Lehen überproportional in Erscheinung.
Verkehr und Außenhandel
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Wichtige Daten zu Frankreich
Fläche:
Einwohner:
Bevölkerungsdichte:
Landeswährung:
BIP:
Die größten Städte: Paris(2,1 Mill Einwohner), Marseille(0,8 Mill Einwohner), Lyon(0,4 Mill Einwohner), Toulouse(0,39 Mill Einwohner)
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